ÖMCCV - Forschungsförderungspreis an Dr. Sieglinde Angelberger, MedUni Wien

picture: Ing. Franz Schiener/ÖMCCV, 2008
Dr. S. Angelberger
Der heurige Forschungsförderungspreis auf dem Gebiet der chronisch entzündlichen Darmerkrankungen Morbus Crohn und Colitis ulcerosa wurde am 9. April von der Betroffenenvereinigung ÖMCCV an Dr. Sieglinde Angelberger von der Med.Univ.Wien (AKH) für ihre Arbeit einer „maßgeschneiderten Therapie“ bei besonders schweren Verlaufsformen des Morbus Crohn vergeben:

"NOD2/CARD 15 gene variants are linked to failure of antibiotic treatment in perianal fistulating Crohn´s disease"
Kurzfassung
Dr. Sieglinde Angelberger, MedUni Wien
Klinische Abt. f. Innere Medizin III
Abt. für Gastroenterologie und Hepatologie
1090 Wien, Währinger Gürtel 18-20

Einleitung:

Perianale Fisteln stellen bei ca. 5% der Patienten mit Morbus Crohn (MC) das Erstsymptom dar, mit Zunahme der Häufigkeit auf 30% aller Patienten im Verlauf deren Erkrankung. Patienten mit Befall des Dickdarms und v.a. des Mastdarms sind besonders von dieser Form der Krankheit betroffen. Entsprechend des Konsensus der europäischen Morbus Crohn- und Colitis ulcerosa- Organisation (ECCO) werden perianale Fisteln initial mit Antibiotika wie Ciprofloxacin (z.B. Ciproxin®) oder Metronidazol (z.B. Anaerobex®) behandelt. Ein zumindest kurzfristiger Therapieerfolg kann bei bis zu 50% der betroffenen Patienten erzielt werden, wenngleich es nach Absetzen der Therapie häufig zu einer Wiederkehr der Fistelsymptome kommt. Es besteht daher dringender Bedarf nach Markern zur Vorhersage von der Wirksamkeit einer Therapie, um dem einzelnen Patienten eine „maßgeschneiderte“ Therapie bei perianalen Fisteln anbieten zu können.

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